Bei der Online-Werbung für Medizinprodukte, wie z.B. medizinische Schnelltests, gibt es eine Vielzahl von rechtlichen und regulatorischen Anforderungen, die beachtet werden müssen. Hier sind die wichtigsten Aspekte:
Heilmittelwerbegesetz (HWG)
Das deutsche Heilmittelwerbegesetz regelt die Werbung für Medizinprodukte, Arzneimittel und andere Heilmittel. Wichtige Aspekte sind:
- Verbot irreführender Werbung: Die Werbung darf keine falschen oder irreführenden Angaben enthalten. Aussagen über die Wirksamkeit müssen wissenschaftlich fundiert sein.
- Pflichtangaben: Werbung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten, wie z.B. den Namen des Herstellers und die Bestimmung des Produkts.
Lauterkeitsrecht
Die Werbung muss auch den allgemeinen Grundsätzen des Lauterkeitsrechts entsprechen, wie sie im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) niedergelegt sind:
- Transparenz: Werbung muss klar als solche erkennbar sein.
- Keine Täuschung: Angaben müssen wahr und nicht irreführend sein.
Plattform-spezifische Richtlinien
Wenn die Werbung auf Plattformen wie Google, Facebook oder Amazon geschaltet wird, müssen auch deren spezifische Werberichtlinien beachtet werden, die oft zusätzliche Anforderungen enthalten.
Kennzeichnungspflicht
Bei Werbung für Medizinprodukte muss auch klar erkennbar sein, dass es sich um ein Medizinprodukt handelt. Außerdem sollten keine gesundheitsbezogenen Aussagen gemacht werden, die nicht nachweislich belegt sind.
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